Wer einen Urlaub bucht, verlässt sich bei der Auswahl oft auf die Sterne im Internet. Eine aktuelle Auswertung von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, zeigt jedoch, dass hier Vorsicht geboten ist: Die Sterne aus den Gästebewertungen der Community und die offiziellen Sterne aus der Klassifikation des ADAC driften teilweise massiv auseinander.

Die Analyse belegt diese Diskrepanz nun erstmals mit konkreten Zahlen und erklärt, wie Camper die beiden unterschiedlichen Sterne-Systeme für ihre Urlaubsplanung optimal kombinieren können.

Der Kontrast: Bestnote inflationär versus selektiv

Die Analyse von knapp 15.000 europäischen Campingplätzen verdeutlicht den Kontrast zwischen Gästebewertungen und den Sternen der offiziellen ADAC-Klassifikation:

Die Sterne der ADAC-Klassifikation: Die Camping-Experten des ADAC vergeben die Höchstnote von 5 Sternen („ADAC Superplatz“) lediglich an 13 % der Campingplätze. Die breite Mehrheit (77 %) wird im mittleren und gehobenen Segment verortet (39 % mit 3 Sternen und 38 % mit 4 Sternen). 10 % der Plätze fallen in den Bereich mit 2 Sternen (9 %) oder 1 Stern (1 %).

Die Gästebewertung aus der Community: Fast zwei Drittel (64 %) aller Campingplätze glänzen mit der Bestnote von 5 Sternen. Ein weiteres Drittel der Plätze (32 %) bewegt sich im Mittelfeld (3 bis 4 Sterne). Lediglich 4 % der Campingplätze erhalten weniger als 2 Sterne.

Die Ursache: Objektive Qualitätsmessung versus subjektive Zufriedenheit

„Die jeweiligen Zahlen widersprechen sich nicht, sondern sie basieren auf zwei grundlegend unterschiedlichen Messverfahren“, erklärt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP. „Bei der ADAC-Klassifikation steht die objektive Qualität im Fokus. Die Basis sind Vor-Ort-Besuche von geschulten und unabhängigen Inspekteuren, die die Ausstattung und Qualität des Campingplatzes anhand von 200 festgelegten Kriterien streng, objektiv und unabhängig bewerten. Im Gegensatz dazu bilden Gästebewertungen die individuelle Zufriedenheit ab. Ein sehr einfacher, naturnaher Platz, auf dem man nachts den Sternenhimmel bewundern kann, kann die Erwartungen eines Gastes vollumfänglich erfüllen und nach seinem Aufenthalt eine 5-Sterne-Bewertung generieren. Über die tatsächliche Qualität des Sanitärbereichs und das Ausstattungsniveau des Platzes sagt dies jedoch nichts aus.“

Erfolgsformel für die Urlaubsplanung: Beide Systeme kombiniert

Schritt 1: Das Fundament mit den Sternen der ADAC-Klassifikation sichern. Zuerst wird geprüft, ob der Campingplatz die konkreten Ansprüche an Ausstattung und Qualität erfüllt, zum Beispiel beim Standard der Sanitärbereiche, der Entfernung zum Strand oder bei Angeboten wie Barrierefreiheit, Pool oder Spielplätzen. Am Einfachsten gelingt das auf PiNCAMP.de oder in der „PiNCAMP Camping App“, wo Camper gezielt nach ADAC Sternen oder konkreten Ausstattungskriterien filtern können.

Schritt 2: Das Feintuning mit den Gästebewertungen vornehmen. Mit den rund 500.000 Gästebewertungen auf PiNCAMP.de können Camper im zweiten Schritt nachvollziehen, wie andere Gäste den Campingplatz erlebt haben. War das Team beim Check-in freundlich? Sind die Portionen im Restaurant eher groß oder eher klein? Wie ist die Atmosphäre auf dem Gelände? Wie beurteilen Camper mit ähnlichen Bedürfnissen (zum Beispiel Familien mit Kindern) das Angebot vor Ort?

Die Erfolgsformel: Der perfekte Campingplatz erfüllt bei der ADAC-Klassifikation die persönlichen Mindeststandards für die Ausstattung und überzeugt gleichzeitig in den aktuellen Gästebewertungen durch eine hohe Gesamtzufriedenheit der Community. Für Camper bedeutet das: Auch im vermeintlichen 3-Sterne-Mittelfeld der ADAC-Klassifikation warten unzählige, von Gästen geliebte 5-Sterne-Urlaubserlebnisse.

Quelle: Pressetext PiNCAMP (gekürzt)

Bild: ©PiNCAMP

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