Die dalmatinische Küstenstadt Trogir zählt zu den eindrucksvollsten Reisezielen Kroatiens. Die auf einer kleinen Insel gelegene Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt mit dicht gedrängten Gassen, mediterranem Flair und einer besonderen Lage zwischen Festland und Insel Čiovo. Für Camper ist Trogir ein attraktives Ziel, das sich gut mit einem Urlaub am Meer verbinden lässt.
Wer durch die engen Gassen der Altstadt schlendert, bewegt sich durch ein nahezu geschlossen erhaltenes Ensemble aus romanischen, gotischen und venezianischen Bauwerken. Besonders markant ist die Kathedrale des Heiligen Laurentius mit ihrem reich verzierten Portal, das als eines der bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Steinmetzkunst in Kroatien gilt. Kleine Plätze, Cafés und Konobas prägen das Bild ebenso wie die Uferpromenade, an der sich das Leben vor allem in den Abendstunden konzentriert.
Allerdings sollte die Reisezeit gut gewählt werden. Trogir gehört zu den bekanntesten Orten an der Adriaküste und ist entsprechend stark frequentiert. In den Sommermonaten drängen sich täglich tausende Besucherinnen und Besucher durch die schmalen Gassen, was den Aufenthalt deutlich weniger entspannt macht. Selbst im September, der vielerorts bereits als Nebensaison gilt, ist es hier oft noch überraschend voll. Wer die besondere Atmosphäre der Stadt etwas ruhiger erleben möchte, sollte daher möglichst auf die klassische Hochsaison verzichten und eher im Frühjahr oder Herbst anreisen.




Camping auf Čiovo – stadtnah mit kleinen Abstrichen
Der Campingplatz Rožac liegt auf der Insel Čiovo, vis-à-vis von Trogir, und ist damit ideal, wenn man Stadt und Strand kombinieren möchte. Genau das war auch für uns der ausschlaggebende Punkt: morgens ins Wasser, später in die Altstadt – ohne großen Aufwand.
Mit dem Fahrrad ist man in wenigen Minuten in der Altstadt von Trogir, mit dem Auto oder gar mit dem Wohnmobil braucht man es erst gar nicht zu versuchen. Dann lieber mit dem Taxi, Bolt oder Uber. Auch auf Čiovo selbst ist es mit dem Fahrrad sehr praktisch, sei es zum Supermarkt, zu einer Stranbar oder zu einem Hafenrestaurant. Wir sind fast mit dem Rad gefahren und würden das jederzeit wieder so machen.
Der Campingplatz selbst liegt auf einer Halbinsel und ist großzügig gestaltet. Es gibt sehr schöne Stellplätze am Wasser oder direkt hinter dem Strand. Die vielen Bäume sorgen für Schatten, was gerade im Sommer Gold wert ist. Durch die Halbinsel-Lage gibt es einen großen Strand und ein paar kleine Badebuchten. Direkt am Platz haben wir auch das Restaurant getestet und waren sehr zufrieden. Die vorhanden Stranbar was im September allerdings schon geschlossen. Der Platz ist schon etwas in die Jahre gekommen, was man vor allem an den Sanitärhäusern bemerkt. Sie sind nicht umbedingt die schicksten, aber sehr sauber und voll funktionsfähig.









Einflugschneise Split
Was man allerdings wissen sollte: Der Flughafen Split ist nicht weit entfernt und die Einflugschneise verläuft direkt über den Platz. Entsprechend hört und sieht man die Flugzeuge regelmäßig. Uns war das vorher bewusst, und nach kurzer Zeit blendet man es auch ein Stück weit aus – trotzdem ist es nichts, was man verschweigen sollte.
Unterm Strich ist Rožac für uns eine richtig praktische Basis für Trogir gewesen: unkompliziert, gut gelegen und mit genau der Mischung aus Stadt und Meer, die man sich für ein paar entspannte Tage wünscht.







